Dipl.-Des Thomas Mank
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Projekt DomRömer – Der gebaute Diskurs
Index Film, Synopse
   
Idee Auch nach weitgehender Fertigstellung und Öffnung bleibt das Wiederaubauprojekt DomRömer eines der spannendsten und auch umstrittensten Bauvorhaben in Frankfurt am Main, wenn nicht gar bundesweit. Auf Initiative der Frankfurter Bürgerschaft wurde im Zeitraum von 2004 bis 2018 die zerstörte mittelalterliche Altstadt auf dem Römerberg wieder neu errichtet. Selbst aufgewachsen in Frankfurt, beobachte ich die Entwicklung seit längerer Zeit und will am Beispiel der konkreten Architektur des außergewöhnlichen Rekonstruktionsprojekts einen Filmessay entwickeln, der die Akteure des DomRömer-Projektes, welche das Vorhaben geformt haben, portraitiert um herauszuarbeiten, dass hinter allen technisch-baulichen Möglichkeiten und Erneuerungen auch immer - idealerweise - reflektierende Menschen zu den Betrachtern sprechen. Neben einer generellen Betrachtung der Fertigstellung des Neu-Alten-Quartiers und deren Erschaffer soll insbesondere die Konzeption und Erarbeitung der beiden Häuser »Markt 8« und »Markt 40« vertieft und stellvertretend für die übrigen Häuser erörtert werden.
   
Gedanke Das vorliegende bauliche Ergebnis stellt lediglich die Spitze des Eisbergs jener Gedanken dar, die zur letztendlich gebauten Form des Projektes geführt haben. Anhand von Gesprächen mit den Akteuren sollen die Abwägungsprozesse, Entscheidungen und Zweifel nochmals vergegenwärtigt werden, auch um zu verhindern, dass sie in Vergessenheit geraten. Denn dieser wichtige Prozess wird üblicherweise nicht dokumentiert, ist aber gerade auch im Fall von DomRömer kulturhistorisch für die Stadt von essentieller Wichtigkeit. Mit Susanne Keller und Marc Jordi lernte ich zwei Künstler kennen, die das gemeinsame Leben und Arbeiten konsequent anspruchsvoll und bedingungslos der Entscheidung angepasst haben, mehr Architektur zu wagen, heißt: durch künstlerisches Handwerk Zeugnis vom Wirken und Können des Menschen abzulegen, was für das DomRömer-Projekt, mit seiner hohen Dichte an Details und historischen Bezügen, typisch und prägend ist. Mit dem Rekonstruktionsprojekt Dom-Römer als Leitmotiv wird der Filmessay eine visuelle Würdigung dieses Anspruchs und vom Verständnis einer ideellen Ganzheit von Architektur, Stadt und Gesellschaft berichten, die ihre Deutung und Bedeutung aus den Spuren der Geschichte ebenso bezieht wie aus visueller Dichte, Sinngehalt und menschlicher Ausdruckskraft. Das Medium Film ist hierfür das ideale Instrument des Diskurses ebenso wie der Geschichtsschreibung. Als Filmessay wird das dokumentarische Material zum Ausgangspunkt einer experimentellen Montage mit dem Ziel, einen gleichermaßen poetischen wie strukturierenden Beitrag zur Diskussion um zeitgenössische Architektur und zum Verhältnis von privatem zu öffentlichem Raum und der Stadtgesellschaft zu leisten.
   
Form Der Filmessay mit dem Arbeitstitel »DomRömer - Der gebaute Diskurs« kann in unterschiedlichen Formaten erscheinen; als möglicher Bestandteil einer geplanten Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt ebenso wie als Bestandteil jeweils einer Informationsinstallation in den beiden Gebäuden im DomRömer-Quartier, als Bestandteil einer multimedialen Katalogspublikation und nicht zuletzt als eigenständiger Beitrag in den öffentlichen Medien. In diesem Sinne bemessen sich die Notwendigkeiten zur technischen und personellen Umsetzung an der Effizienz zeitgemäßer multimedialer Anwendung.

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