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Der gebaute Diskurs
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Ein Essayfilm über das Leben in der Stadt und ein Portrait der Architektin Susanne Keller und des Architekten Marc Jordi am Beispiel ihrer beiden Häuser »Markt 8« und »Markt 40« im Quartier des rekonstruierten und neu gestalteten Römerbergs in Frankfurt am Main.

Tradition und Welthandel bestimmen Frankfurt am Main über Jahrhunderte hinweg und haben insbesondere in den letzten 30 Jahren auch architektonisch das Leben in der Stadt bedeutend geprägt. Die Initiative der Bürgerinnen und Bürger zur Rekonstruktion und Neudefinition einer historischen Altstadt, die nach dem 2. Weltkrieg weitgehend den technischen Anforderungen eines durchökonomisierten Neuanfangs geopfert worden war, bietet nun die einmalige Gelegenheit, sich im Zeitalter der Globalisierung dokumentarisch und künstlerisch in besonderer Weise mit Begriffen wie „Heimat“ und „Identität“ zu befassen.

Die Gebäude des „DomRömer-Quartiers“ wurden von unterschiedlichsten Architektinnen und Architekten entworfen. Der geplante Film thematisiert exemplarisch die Konzeption und Erarbeitung der beiden Häuser »Markt 8« und »Markt 40« des Architekturbüros Jordi-Keller. Das parallel zur essayistischen Erzählung geführte Portrait des Architekten-Ehepaares Susanne Keller – Mark Jordi wird der rote Faden sein, an dem entlang das Motiv „DomRömer-Quartier“ entwickelt wird.

Zunächst nur mit »Markt 40« beauftragt gewannen Jordi-Keller einen internen Wettbewerb zum Bau von »Markt 8«. Damit wurde nicht nur die Entwurfsarbeit gewürdigt, sondern eine künstlerische Haltung, die sich durch sämtliche ihrer Arbeiten mit außergewöhnlicher Konsequenz zieht. Das Ergebnis ist eine architektonische wie städtebauliche Lösung, die der Bedeutung des Ortes für das kollektive Stadtgedächtnis entspricht. Es geht Jordi-Keller um das skizzenhafte Aufzeigen der großen epochenübergreifenden Entwicklungen regionaler Bautraditionen mit dem Ziel, durch Bezugnahme auf Ge­schichte und Umgebung die Rahmenbedingungen für eine vielschichtige Architektur zu schaffen.

Für den Essayfilm ist eine Zusammenarbeit mit Jordi-Keller vereinbart, die den Einblick in einen künstlerisch konsequent wie gleichermaßen durchstrukturierten Arbeitsalltag ermöglicht. Die Darstellung architektonischer Konzepte ebenso wie die Kontrolle der Gewerke vor Ort sollen das dramaturgische Grundgerüst bilden, anhand dessen »DomRömer – Der gebaute Diskurs« geführt werden wird.