IndexCollage

Indexgenerator

1.  Bildanalyse

Die Materialien aus den Archiven sind durchweg Film- und Fernsehberichte, bisweilen in der Art kurzer Dokumentationen, die auf wenig Raum eine möglichst hohe Dichte an Eindrücken vermitteln wollen. Diese Eindrücke sind durchweg subjektiv, sie enthalten zugleich Positionen, Intentionen und Gesinnungen. (mehr …)

Hochhaus

Diese Collage aus Bewegtbildern war der erste, wirklich durchkomponierte Einsatz einer Montagetechnik mit Filmmaterial, die der Grundstein für meine gestalterischen Auffassungen ist, erarbeitet mit zahlreichen Fotografien und Materialcollagen in den Jahren zuvor. Im Grunde habe ich daran seit meinem 15. Lebensjahr gearbeitet.

Thema ist zunächst die Umsetzung architektonischer Motive einer HOCHHAUS-Fassade (damals BfG-, heute Europa-Tower) in Klang und bewegtes Bild mittels fotografischer Prozesse, aber ohne Filmkamera. Dafür wird eine Sequenz von fünf 35mm-Fotonegativen hergestellt, deren Länge entspricht einer Sekunde 16mm Film. Diese Negativ-Sequenz wird durch fotokopieren und negativ-positiv-spiegeln vielfach dupliziert. Die verschiedenen Sequenzen werden auf zusammengeklebt und ergeben den auf diese Weise den Kernfilm aus Papier (Bild oben: Originalvorlagen der Bildstreifen aus Papier 1996) (mehr …)

Signalstörung – ein Fragment

Dieser Text wurde 1996 als bestes Drehbuch mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet

Einleitung

Der Titel Signalstörung ist einem Satz entnommen, mit dem per Lautsprecher der Zugführer eines ICEs einen technischen Ausfall und den damit verbundenen Stillstand des Zuges auf offener Strecke entschuldigte. Während der Zug für eine ganze Weile nicht fahren konnte, drehten sich die gewohnten Verhältnisse gleichsam um: Stillstehend wurde der Zug zum unbewegten Teil einer Landschaft, die von den Reisenden ansonsten als vorbeiziehende erlebt werden würde, während wir Passagiere, die ansonsten uns selbst während einer Fahrt subjektiv als unbewegt erleben, nunmehr unruhig wurden, uns bewegten, liefen, suchten. Diese Unruhe endete erst, als der Zug weiter fuhr, somit die gewohnte Ordnung wieder hergestellt worden war. (mehr …)