HOCHHAUS 1986/2022

Filmcollage, 6Min
s/w, 35mm Kleinbild, N-8 Filmschleifen, Copyprint, 16mm positiv, synthetischer Lichtton
sechs handgefertigte Abzüge
Frankfurt 1986
digitale Nachbearbeitung Berlin 2007/ Zürich 2023

HOCHHAUS 1986

Ausgangspunkt der Arbeit ist die Idee, die Struktur des Bildes über den gleichzeitig mitbelichteten Lichtton auch hörbar zu machen, Klang und bewegtes Bild mittels fotografischer Prozesse zu erzeugen, aber ohne Filmkamera.

Die dramaturgische Struktur hierzu ergaben sich aus den Foto-Bildern, gleichmäßig als 5er-Serie aufgenommen aus unterschiedlichen Perspektiven, die sich aus verschiedenen Entfernungen zum fotografierten Objekt ergaben, bearbeitet und erweitert mit einer Kopiertechnik, die ich mir seit meinem 16. Lebensjahr kontinuierlich mit zahlreichen Fotografien und Materialcollagen angeeignet hatte. Diese Collage aus Bewegtbildern bzw. die Erfahrung und Erkenntnis, die ich für mich daraus ableiten konnte, wurde zum Grundstein für meine gestalterischen Auffassungen.

2015 <-> 2024

Mit diversen iPhones, die ich seit 2007 benutzt habe und benutze, entstanden tagebuchartige Aufnahmen, aber auch SW-Bearbeitungen, die meinen analogen Arbeiten durchaus nahe kamen. Eine Auswahl ist auf Instagram zu sehen. Ein mittlerweile mehr oder weniger kontinuierliches fotografisches „Skizzenbuch“, dass meine aktuellen bildnerischen Überlegungen wiedergibt.

London 2017 / 01-11

Seit meinem 17. Lebensjahr fotografiere und bearbeite ich fotografische Materialien, analog mit zunächst einer Minolta XG-1 meines Vaters, der mir dann eine Minolta XG-9 schenkte. Die wurde mein „drittes Auge“, bis heute. Die London-Serie hier ist der mir liebsten aus den letzten Jahren, entstanden im Januar 2017.

Der Indexgenerator

Der Index setzt sich aus fünf unterschiedlichen Containern zusammen. Jeder dieser Container enthält eine Sammlung von Begriffen, die einerseits das jeweilige Material spezifizieren, andererseits auf Gemeinsamkeiten verweisen. Anhand dieser Gemeinsamkeiten erfolgt eine Zufallsauswahl mit Variationen, die sich aus dem jeweiligen Containerinhalt ermitteln. Jede Container-Kombination beginnt mit einer Positionsbezeichnung und endet zur Identifizierung mit einer einzigartigen Kennzeichnung.

Eine Kathedrale der Vereinbarungen

Das NormenWerk repräsentiert unterschiedliche Interessen als Konsens im Sinne einer „allgemeine(n) Zustimmung, die durch das Fehlen aufrechterhaltenen Widerspruches gegen wesentliche Inhalte seitens irgendeines wichtigen Anteils der betroffenen Interessen und durch ein Verfahren gekennzeichnet ist, das versucht die Gesichtspunkte aller betroffenen Parteien zu berücksichtigen und alle Gegenargumente auszuräumen.“ (DIN EN 45020 Normung und damit zusammenhängende Tätigkeiten)

Über Signalstörung

Als Collage und Essayfilm ist SIGNALSTÖRUNG der Versuch, in Farbe, Form, Text und Musik eines außergewöhnlichen Menschen zu porträtieren, der sich vor dem Hintergrund einer tödlichen Erkrankung mit Erinnerung, dem Sterben und der Sexualität beschäftigt.

FELDER 9.6

Filmcollage, 10,6Min
s/w, 35mm Kleinbild, N-8 Filmschleifen, Copyprint, 16mm positiv, synthetischer Lichtton
sechs handgefertigte Abzüge
Frankfurt 1986
digitale Nachbearbeitung Berlin 2007